Eine Ära ist beendet

“Wer sich nicht bewegt, bewegt nichts.” So lautet eine Lebensweisheit, die sich immer wieder als Wahrheit heraus stellt, wenn um die Zukunft eines Vereins geht. So galt es vor etwa einem Jahr, eine weitreichende Entscheidung zu treffen, wie es aufgrund der deutlich schrumpfenden Mitglieder- und Aktivenzahlen möglich werden könnte, unser Vereinshaus und natürlich auch das Vereinsleben voran zu bringen.

Viele Diskussionen wälzten Ideen hin und her und doch hat uns letztendlich die Veränderungen der Freizeitgestaltung junger Menschen und die Überalterung unserer Vereinsmitgliedschaft eingeholt. Wir mussten uns im Vorstand eingestehen, dass eine aktive Jugendarbeit erst wieder durchgeführt werden kann, wenn wir von Grund auf neu beginnen. Eine Loslösung von alten Strukturen, Investitionen in die Zukunft und die Schaffung neuer “Attraktionen” sind nötig.

Aus dem Stadtteil erreichte uns im vergangenen Jahr der Wunsch, einen Teil unseres Hauses für die Betreuung von Langerfelder Kleinkindern nutzen zu dürfen. Nach reichlicher Überlegung hat sich der Vorstand entschlossen, dieses wunderbare Projekt zu unterstützen. In vielen Gesprächen mit einem Architekten, der zukünftigen Mieterin, dem Jugendamt, dem Gesundheitsamt, dem Bauamt, Handwerker, Brandschutzgutachtern, der Feuerwehr und vielen anderen Menschen und Institutionen nahmen wir die Planung und Ausführung auf uns.

Eine teilweise Umnutzung von der Versammlungsstätte in eine Betreuungseinrichtung für Kleinkinder bedarf vieler Genehmigungs- und Umbauverfahren. Wir haben vorgeschriebenes Brandschutzgutachten erstellt und den Bauantrag gestellt. Aktuell warten wir auf die Baugenehmigung, denn die Handwerker stehen sozusagen in den Startlöchern.

So werden, wenn wir loslegen dürfen, aus einem ehemaligen Büro, einem Kickerraum (der auch mal Kinosaal war), einem PC-Raum (der auch mal Kuschelecke mit Sofa und Sessel, aber auch ein Billardzimmer sein durfte), ein Spiel- und ein Ruheraum für Kleinkinder entstanden sein. Der Februar 2021 war der Monat, in dem endgültig alles um- und ausgeräumt wurde, damit Platz für die Bau- und Renovierungsmaßnahmen geschaffen ist. Am vergangenen Wochenende hat uns als letztes Erinnerungsstück an alte Zeiten das Piano verlassen. Es kommt in gute Hände und wird weiter bespielt.

Hier folgen nun die Anblicke der leeren Räume, die es wieder mit jungem Leben zu befüllen gilt.

Wir wünschen uns einen gesegneten Verlauf der Bauarbeiten und ein fruchtbares Mietverhältnis mit unserer zukünftigen Mieterin. Wir sichern mit dieser Investition in fünfstelligem Eurobetrag die Zukunft unseres Hauses und die Zukunft für unseren Stadtteil durch viele kleine und hoffentlich bald große Kinder.

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