OV Wuppertal-Langerfeld aktuell
Nachlese Neujahrskonzert 2026
Nachlese des 52. Neujahrskonzertes des Posaunenchores des
CVJM Wuppertal- Langerfeld
Nach den leichten Minustemperaturen schon beim Musizieren am Heiligabend am Langerfelder Markt ahnte man, dass der Winter noch nicht vorbei war.
So fing es pünktlich zu Jahresbeginn dann auch an zu schneien und die Temperaturen sanken auf schon lange nicht mehr gemessene Werte.
Damit stellte sich die alljährlich bange Frage: Was für ein Wetter werden wir wohl am 11. Januar bei dem traditionellen Neujahrskonzert des Posaunenchores im CVJM-Haus hoch auf dem Langerfelder Hedtberg bekommen?
Vorhergehende Schneefälle ließen nichts Gutes ahnen. Doch der 11. Januar überraschte alle mit kaltem, aber sonnigem Winterwetter und akzeptablen Straßenverhältnissen.
Das veranlasste dann doch noch viele, sich auf den Weg zu machen und den Hedtberg zu erklimmen. Unser Dank gilt hier auch Jochen, der mit seinem Shuttleservice einigen den Weg erleichterte.
© Rosa Light Art
So konnte das 52. Neujahrskonzert pünktlich um 11 Uhr in dem gut gefüllten Saal beginnen.
Nach den Begrüßungsworten des eingespielten Moderationsteams, wie immer bestehend aus Anke und Stefan, begann der Posaunenchor mit der Komposition „Switching Music“, ein Stück voller Wechsel zwischen swingenden und eher nach Barock klingenden Teilen.
Nachdem dann der Saxofonist Gerd mit einem kurzen geistlichen Impuls allen Mut gemacht hatte, das neue Jahr mit christlicher Zuversicht und Gelassenheit zu begehen, folgte zunächst die Vertonung des Chorals „Alles was Odem, hat lobe den Herrn“ bevor sich dann eine Folge bunt gemischter Melodien anschloss. Von Melodien der Comedian Harmonists über einen Marsch bis hin zu Melodien von ABBA war alles dabei, sogar ein Tango und ein Mambo mit dem Titel Tequila. Statt hierzu zu tanzen, zelebrierte der Dirigent Willi Klein dann doch lieber eine Zubereitung dieses Getränks, stilecht mit Salz, Agaven-Brand und Zitrone. Dazu durfte der spanische Sombrero nicht fehlen.
Wem sich dabei das Zahnfleisch zusammengezogen hatte, der durfte sich in der Pause im üppig bestückten Bistro-Bereich bedienen, bevor dann die Big Band Hedtberg Brass das musikalische Geschehen übernahm.
© Rosa Light Art
Der schwungvolle Auftritt des Dirigenten Manuel Galemann machte deutlich, dass nun Swing-, Rock- und Pop-Titel angesagt waren. Auch er musste sich gefallen lassen, dass man ihm passend zu dem von ihm arrangierten James-Bond-Melodien einen Martini reichte, natürlich geschüttelt, nicht gerührt. So reihten sich die Musiktitel aneinander, mal mit einem Saxofon-Solo von Micha während des Lady-Gaga-Songs „Die With A Smile“ und zum Schluss mit dem bekannten Winterlied, passend zum Wetter, „Let It Snow“, interpretiert von der Sängerin Ulla, die zuvor schon bei den Bond-Melodien mitgewirkt hatte. Stefan, der Mann für special effects, hatte es sich nicht nehmen lassen, dazu einen beleuchteten Schneemann auf der Bühne zu präsentieren. Da wurde es den Bläserinnen und Bläsern auf den hinteren Stehplätzen plötzlich so kalt, dass sie ihre Pudelmützen aufsetzen mussten.
© Rosa Light Art
Natürlich wurde auch noch eine Zugabe herausgeklatscht und es folgte spät, aber noch nicht zu spät, das weihnachtliche Lied „Feliz Navidad“.
Doch das Konzert war damit nicht zu Ende.
Nach schöner Tradition fanden sich Posaunenchor und Big Band wieder auf der Bühne zusammen und spielten noch ein letztes Stück, mit dem allerdings niemand gerechnet hatte.
Anlässlich des Todes von Paul Decker, dem Urgestein und Frontmann der legendären Wuppertaler Mundartband „Striekspöen“ spielte die Formation nun eines seiner bekanntesten Lieder:„Et Lehnchen“ vom Tippen-Tappen-Tönchen, lautstark unterstützt von Sängerin Ulla und vielen Besuchern.
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© Rosa Light Art
Mit diesem Ohrwurm ging ein gelungenes Neujahrskonzert zu Ende und die Besucher tippelten den Hedtberg wieder hinunter und summten leise den Refrain der Liedes:
"Grüß mir die Heimat, grüß mir mein Wuppertal
Mit seinen Bergen und mit seiner Schwebebahn
Dort wo der Amboss klingt, dort wo die Wupper rauscht
Da ist meine Heimat, da bin ich zu Haus."
Und das verstanden sogar die auswärtigen Besucher.
Text: Rainer Joergens