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OV Wuppertal-Langerfeld aktuell

Nachlese des traditionellen Jazzabends „Zeitenwechsel“ am 28.03.2026 im CVJM Wuppertal- Langerfeld.

Am Samstag, den 28. März 2026, war es wieder soweit, Zeitenwechsel-Konzert auf dem Hedtberg.

 

Der Posaunenchor und die Big Band Hedtberg Brass luden am letzten Tag der Winterzeit und pünktlich zu Beginn der Osterferien zu einem entspannten musikalischen Abend ins CVJM-Haus auf den Hedtberg ein.

 

Wer zuvor die Nachrichten gehört hatte, erfuhr, dass die Autobahnen voll und die Flughäfen noch voller waren mit Urlaubern, die die Osterferien nutzen wollten.

Woher jedoch die vielen Konzertbesucher kamen, die den Hedtberg erklommen hatten und den stimmungsvoll gestalteten Saal des CVJM füllten, das war nicht zu ergründen und für die Veranstalter wieder mal ein kleines Wunder.

Tatsache ist, der Saal war schon kurz nach Türöffnung knallevoll.

 

Knallevoll mit Speisen und Getränken jeder Art war auch der Gastrobereich, stolz präsentiert von den Hauseltern, Normen und Jennifer Eckert mit ihrer Familie und engagierten Helfer*innen.

Das gute gastronomische Angebot scheint sich bei vielen Besuchern herumgesprochen zu haben, denn ihr erster Weg in den Saal führte nicht zu einem Sitzplatz, sondern zuerst zum Buffet, um sich mit Frikadellen, Würstchen, Wraps, Gebäck, Getränken und weiteren Köstlichkeiten einzudecken.

Diese Kenner der Szene taten gut daran, denn mit zunehmender Dauer des Konzertes schwanden die Vorräte wie Schnee in der Sonne und als die letzten Musiker hungrig die Bühne verließen, lachte ihnen nur noch ein einzelnes Gebäckstück entgegen. Aber man tröstete sich mit einem Kaltgetränk.

 

© Rosa Light Art

 

Pünktlich um 19 Uhr begann dann die Musik, zunächst präsentiert vom Posaunenchor und mit einer Komposition aus dem Jahre 1982, "How Majestic is your Name". Damit wurde schon mal deutlich, wofür die musikalische Abteilung des CVJM steht: Für eine Musik Gott zur Ehre und den Menschen zur Freude.

Um die Freude der Menschen nicht zu kurz kommen zu lassen, folgte dann auch gleich eine Folge bekannter Melodien: "Tequila" für die Freunde mexikanischer Getränke, "Bohemian Rhapsody" für Freunde der Band Queen und seines Komponisten und Sängers Freddie Mercury. "Baby Face" für Freunde flotter Melodien und "Mamma Mia" für Freunde der Gruppe ABBA.

Danach zogen sich der Posaunenchor und sein Dirigent, Willi Klein, zurück und überließen nach einer kurzen Umbaupause der Big Band Hedtberg Brass und ihrem Bandleader Manuel Galemann die Bühne.

 

Nun ging es mit swingendem Big Band Sound weiter, unterbrochen von lateinamerikanischen Rhythmen und Stücken der Stilrichtungen Funk und Boogie- Woogie.

Natürlich wurde das alles nach guter Tradition mit fetzigen Soli von Schlagzeug, Saxofonen, Trompeten und Posaunen gewürzt.

 

© Rosa Light Art

 

Nicht vergessen werden darf dabei Ulla Krah, die als versierte Interpretin südamerikanischer Musik diesen Stücken mit ihrer kräftigen Stimme den nötigen Glanz verlieh.

Nach gut zwei Stunden abwechslungsreicher Musik verabschiedete sich die Band dann mit einer politischen Musik, dem Spiritual "Swing Low, sweet chariot".

Ein wunderschönes Lied, leider aus einer dunklen amerikanischen Vergangenheit. Eine nicht weniger dunkle Gesinnung hatte das politische System, das dieses Lied 1939 als unerwünscht einstufte.

Erst 1960 wurde dieses Lied bei dem legendären Woodstock Festival zu einer Hymne gegen Rassentrennung, Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit.

So schloss das Moderatorenteam Anke und Stefan, die das Konzert launig und gekonnt moderiert hatten, mit der Bitte, die ethischen Gebote der Menschheit nicht zu vergessen.

Dem heftigen Applaus nach wurde dieser Appell von vielen geteilt.

 

 

Nach zwei weiteren Zugaben wurden die Musikerinnen und Musiker schließlich zögernd entlassen und konnten sich noch entspannt den After Concert Gesprächen widmen.